Vorbereitungen und 1. Tag
„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Dieses schöne, alte Sprichwort trifft auch auf meine Reisevorbereitung zu. So schön hatte ich mir alles im Vorfeld ausgemalt; ein paar Sachen zusammenpacken, das Motorrad satteln, draufsetzen und losfahren. Ein bisschen Richtung Süden, dann ein bisschen Richtung Osten. Ganz easy!
Ganz so easy war es mit der Vorbereitung dann nun leider doch nicht. Es fing damit an, dass mich ein weiser, bärtiger Mann darauf aufmerksam machte, dass ich für eine solche Tour neue Reifen bräuchte. Schließlich sind ja einige Kilometer zu fahren und es geht nicht mal so eben um den Edersee oder in den Kellerwald. Natürlich habe ich diesen Rat mit einem wohlüberlegten und selbstsicherem „Passt scho‘!“ abgefrühstückt. Als ich mir dann wirklich darüber Gedanken machte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, „verdammt, der weise Mann hatte Recht!“.
Bis dato wollte ich spätestens am Mittwoch losgefahren sein. Es war Montagabend und ich war mir sicher, dass ich pünktlich loskommen würde. Ein paar neue Reifen?! Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinbekommen würde. Ich fasse mich kurz: Die Reifen waren natürlich nicht vorrätig, ich habe noch vordere und hintere Bremsbeläge erneuern müssen (hätten die Tour auch nicht überstanden) und beim Ausbau des Hinterrads kamen mir auf einmal sieben, statt normaler Weise vier, Gummipuffer entgegen (drei der vier Puffer sind spontan zerbröckelt). Auch diese Puffer waren natürlich nicht vorrätig. Konsequenz: Abfahrt von ursprünglich Mittwoch auf Freitag verschoben.
Zum Glück hat Raphi (eine sehr nette Schweizerin, die Chris und ich in Indien kennengelernt haben) meine Verschieberei ohne zu murren hingenommen. Schließlich sollte mein erster Stopp bei Raphi im wunderschönen Steffisburg bei Bern sein.
Um auf den Punkt zu kommen: Es ist halb zwei Nachts am Samstagmorgen, ich liege in Raphis WG auf einer gemütlichen Matratze und bin demnach wohlbehalten hier angekommen. Der Weg war beschwerlich und anstrengend, fiese Regen- und Hagelschauern, Blitz und Donner haben für einen absoluten Blindflug auf der Autobahn gesorgt.
Aber da in der Schweiz die Welt ja bekanntlich noch in bester Ordnung ist, fühle ich mich absolut super und freue mich darauf morgen über die Alpen Richtung Dolomiten zu kurven.
Großer Dank an Raphi für die suuuuper Gastfreundschaft!
Um sich einfach mal wieder an schöne Musik zu erinnern.
The Dubliners – Peggy Gordon
Erst Video gucken!
Der Ganges nimmt eine zentrale Rolle in der Götterwelt des Hinduismus ein. Sein Wasser verspricht Segen, Heilung und Glück. Das Bad seinem Wasser ist seit Jahrtausenden wird seit ewigen Zeiten von den Gläubigen praktiziert.
Varanasi ist eine der heiligsten Stätten Indiens und gilt als Stadt des Gottes Shiva.
Das höchste Ziel gläubiger Hindus ist es in Varanasi zu sterben und dort verbrannt zu werden. Im Anschluss an das Verbrennunsritual, das viele Stunden dauert, wird die Asche der Toten im Ganges verstreut.
Die Feuer am Ufer des Ganges brennen 24 Stunden am Tag und die Mitglieder der untersten Kaste sind unentwegt dabei, auf kleinen Karren Holz als Brennstoff heranzuschaffen.
Versinkt die Sonne auf der gegenüberliegenden Uferseite, verbreiten sie ein gespenstisches, warmes Licht.
Auf der kompletten Länge der Stadt verteilen sich die so genannten „Ghats“, die rituellen Badeplätze, am Flussufer. Große, steinerne Stufen führen hinauf zur Altstadt mit ihren engen, dunklen, Menschengefüllten Gassen.
Wandelt man abends durch das Gewirr hört man schon von weitem das Singen und das klingen der Schellen. Es wird wieder ein Leichnam zur Verbrennung getragen. Kurz darauf eilen die fleißigen Träger vorbei und man muss sich in die engen Hauseingänge drücken, und sie vorbei zu lassen.
Nirgendwo sonst ist die Spiritualität und die enge Verbundenheit der Inder zu ihrer Religion so greifbar wie in Varanasi. Auch als Europäer kann man sich ihr nicht entziehen.
Vielen Dank an Flo, der mir dieses Video zukommen ließ.
Die Waldecksche Landeszeitung, die meistgelesene Tageszeitung des Landkreises Waldeck-Frankenberg, hatte zum Start ins neue Jahr an jeden Abonnentenhaushalt einen Terminkalender mit den Highlights für 2011 verteilt.
Für jede Gemeinde wurde ein individueller Kalender zusammengestellt und mit Fotos aus der jeweiligen Gegend gestaltet.
Ich freue mich nun darüber, dass insgesamt neun meiner Fotos für diese Kalender ausgewählt wurden. Der Bad Wildunger Kalender trägt sogar eins meiner Fotos als Titelbild. Ein kleiner Heimsieg praktisch.
Doch darüber hinaus wurden auch Bilder im Kalender der Gemeinden Waldeck und Edertal veröffentlicht.
Die Kalender gibt es kostenlos in allen Büros der Waldeckschen Landeszeitung und, ebenfalls kostenlos, als Download im Internet.
Weiterführende Links:
Alle WLZ Kalender zum kostenlosen Download
Zu Hause ist es schön, aber man braucht ja auch ab und an mal eine Abwechslung. Seit dem letzten Thailandtrip hatten wir keinen Flughafen gesehen und so wollte ich das Jahr nicht enden lassen. Also bekam Sarah kurzerhand einen Londontrip zu Weihnachten geschenkt. Abreisetag sollte der zweite Weihnachtsfeiertag werden, zurück sollte es am 30.12. gehen, um Sylvester in der Heimat zu verbringen.
Also saßen wir am zweiten Weihnachtsmorgen völlig übermüdet und noch halb im Schlaf im Auto meiner Mutter und brausten Richtung Hahn. Fahren mussten wir gottseidank nicht, denn meine Eltern hatten sich freundlicherweise bereit erklärt uns in Hahn abzuliefern. So holte Sarah noch ein wenig Schlaf nach und ich sah durchs vereiste Fenster den Städten und Dörfern am Autobahnrand zu, wie sie in der Ferne auftauchten und kurz darauf wieder in selbiger verschwanden.
Wir waren sehr zeitig aufgebrochen, denn das Wetter versprach seinem Namen alle Ehre zu machen. An den Bürgersteigen in Bad Wildungen türmten sich gigantische Schneewälle auf und für den 26. War neuer Schneefall angekündigt. Erfreulicherweise waren jedoch die Autobahnen nahezu schneefrei und so hatten wir in Hahn noch genug Zeit für einen Kaffee und einen Muffin.
Schließlich hob unser Flieger auch noch mit einer Stunde Verspätung ab – der Tragflächenenteisung sei Dank. Ich hatte bereits einen Bustransfer in die City gebucht. London Stansted liegt arg weit außerhalb und so dauerte die Busfahrt in etwa so lang wie der Flug.
Nach ca. 50 Minuten Fahrt, vorbei an vielen ehrwürdigen und sehenswerten Schauplätzen (London Eye, Tower Bridge, House of Parliaments mit Big Ben, Westminster Abbey…) standen wir dann schließlich vor der Victoria Station. Soweit so gut. Noch einmal in der U-Bahn umsteigen und wir würden uns eine Dusche im Hotel gönnen.
Geplant war, von Victoria aus mit der Circle oder District Line fünf Stationen bis nach Nottinghill-Gate zu fahren. Kurz in die rote Central-Line umzusteigen und die Restlichen fünf Stationen bis North-Acton überwinden. Dann noch die paar Meter zum Hotel laufen. Kein Problem.
Oder doch. Denn wir mussten erkennen, dass die Underground Zugführer einen Streik eingelegt haben. Die District und Circle Line hatten ihren Dienst komplett eingestellt, also wollten wir notgedrungen mit der Victoria Line, zwar in die falsche Richtung, aber eben doch bis zur Central Line und somit unserem Hotel ein gutes Stück näher kommen.
Doch nach einer Station war auch hier Schluss und wir standen in der Green Park Station und senkten unsere Blicke erneut in die Tube-Map, auf der Suche nach einer Lösung. Ein hilfsbereiter Tube-Mitarbeiter gab uns den Tipp, dass ab Hydepark-Corner die Piccadilly Line wieder führe und wir lediglich die zwei Kilometer zu Fuß überwinden müssten. Von Hydepark-Corner aus müssten wir dann versuchen mit der Piccadilly bis Hammersmith zu gelangen. Ab Hammersmith dann mit der Hammersmith Line bis Wood Lane und ein weiterer Kilometer zu Fuß bis zur White City Station. Von da aus dann noch zwei Stationen mit der Central Line und wir wären endlich in North Acton und somit am Hotel.
Tatsächlich ging überraschenderweise alles glatt. In Hammersmith mussten wir eine kleine Pause in einem winzigen Subway (dem Baguette Shop) einlegen und uns die nötige Stärkung für die restliche Reise verschaffen.
Schließlich standen wir vor der North Acton Station und ca. fünf Minuten später, mit der Hilfe einer Anwohnerin, die den Weg wies, auch vor unserem Hotel.
Als wir dann endlich die Schuhe aus und eine Dusche genossen hatten lagen wir völlig ermattet auf unseren bequemen Betten und dachten mit Angst daran, sofort wieder aufbrechen zu müssen um ins Clos Maggiore zu gelangen. Das Clos Maggiore ist eins der besten Restaurants Londons und sollte den ersten Abend von Sarahs Geschenk unvergesslich machen. Doch wie wir so da lagen und uns langsam die Augen schwer wurden, schien nur wenig abwegiger zu sein als jetzt wieder in diese Welt außerhalb unseres beheizten Hotelzimmers einzutauchen.
Darüber hinaus war der Weg mit der U-Bahn ähnlich attraktiv wie der Weg zum Hotel. Ein Dutzend Mal umsteigen, einige Etappen zu Fuß und das auch nur, wenn nicht weitere Linien ausgefallen waren.
Also rief ich schweren Herzens im Clos Maggiore an und möchte an dieser Stelle nochmals dem freundlichen Personal danken, dass meine Reservierung absolut professionell und kulant stornierte.
So blieb uns Zeit nach unserer gut vierstündigen Odyssee noch ein Stündchen zu Schlummern bevor wir einem Libanesen, den wir auf dem Weg zum Hotel entdeckt hatten, einen Besuch abstatteten.
Obwohl ich erst sehr skeptisch war, überraschte mich das kleine Restaurant mit Freundlichkeit und köstlichem Essen. So war dieser Abend nicht der letzte, den wir dort mit einem köstlichen Kebab oder Shish Taouk ausklingen ließen.
Weiterführende Links:
Das Kaufhaus Harrods im Internet (Foto 1)
Das Natural History Museum im Internet (Foto 3)
Ein Plan des Londoner U-Bahnnetzes
Unser Hotel in London
Das kulante Restaurant, das wir reserviert hatten.
Eben erst schreibe ich einen Artikel über Dich und deine Kolumne in der Bild-Zeitung, und nun sehe ich dein Gesicht auf der letzten Seite der „In Style – Men“
Wieder ein fesches Foto, fotogen bist du ja wirklich, aber diesmal eine ganze DIN-A4 Seite Platz. Lediglich das Thema ist vorgegeben. „Urlaub zu zweit: Wie es keine Reise mit Hindernissen wird“.
Ich habe wirklich viel Tolles von Timmerberg gelesen, in meinem Bücherregal gehören ihm allein ca. 10cm. Ich glaube nur Tolkien hat mehr, der legt aber auch mit dem Herrn der Ringe ordentlich vor.
Im Bereich Reiseliteratur ist Helge jedoch unangefochten an der Spitze, gefolgt von Tiziano Terzani, Ted Simon und anderen Idolen, die sich seit Jahren meines Neides versichern.
In der letzten Zeit scheint sich Helge allerdings den Alltag mit kurzen Kolumnen in verschiedenen Zeitungen zu vertreiben. Wie schon in meinem letzten Artikel zum Thema erwähnt, bedient er sich dabei seines reichhaltigen Erfahrungsschatzes und seiner unzähligen Abenteuer, die ihn zu einem meiner Helden machen.
Aber leider ist das alles schon verdammt lange her. Außerdem bekomme ich beim aktuellen Artikel in der „In Style“ den Eindruck, dass Helge mir etwas vor machen möchte. Er gibt sich bewusst weltgewandt und vor allem weltgereist.
Vielleicht bin ich neidisch, das meine ich ernst. Ich habe schon zwei Gläser Rotwein getrunken und das macht ja bekanntermaßen weinerlich und sentimental.
Tatsächlich, ich beneide Helge! Aber schon der Einleitungssatz seiner Kolumne wirkt für mich zu selbstbewusst:
„Was wäre das Paradies ohne Eva? Ich sitze am Malawisee, im Süden Tansanias und im Westen von Mosambik gelegen, geiles licht reitet die Wellen und ein Blatt vom Cashewbaum taumelt im Wind.“
Zwei Punkte stören mich hier. Erstens: Helge sitzt am Malawisee. So weit, so gut. Allerdings lässt er es bewusst so klingen, als säße man einfach ab- und an mal am Malawisee. Erklärt jedoch noch im selben Satz, wo dieser See zu finden ist. Weil ja klar ist, dass der 08/15 Deutsch nicht eben mal so nach Mosambik fährt.
Zweitens bringt mich dieses absolut abgeklärt eingepasste „geil“, bei „geiles Licht“ zum würgen. Ich weiß dass Helge ein Fan von Charles Bukowski ist, aber ich finde, dass das ganze Schauspiel gekünstelt wirkt und mich nicht mehr, wie noch vor fünf Jahren, dazu bringt, seine Bücher zu kaufen.
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber Helge, bitte hör nicht auf zu erleben. Ich beneide dich so sehr für das, was du schon erlebt hast. Aber warum aufhören? Buch dir einen Flug nach Bangkok und warte einfach mal ab, was passiert. In einer abgewrackten Unterkunft nahe der Khao-San leckt man schnell wieder Blut.
Ich hoffe du kommst noch mal von den Kolumnen weg, denn sie sind das Abstellgleis für Journalisten.
Sie sind genau das, was du in deinen Büchern immer belächelt hast. Sie symbolisieren den Ruhestand und das deutsche Spießerleben.
Klar, Kolumnen sind eine sichere, regelmäßige Einnahmequelle. Man setzt sich abends hin, Raucht irgendwas, trinkt irgendwas und tippt seine 1000 oder sonst wie viele Worte in den PC, oder in den Mac (ich glaube inzwischen braucht man als Literat einen Mac) und am Ende des Monats bekommt man den Lohn für seine Arbeit. Wie jeder andere Angestellte.
Doch genau das ist doch der Grund, warum ich Timmerberg gelesen habe. Ein Mann, der von der Hand in den Mund lebt und durch die Welt zieht. Abenteuer erlebt. Hier und da mal ein Buch schreibt und ansonsten einfach macht, wozu er Lust hat.
Ach Helge, bleib wie du bist. Und werd nicht zum abgehalfterten Kolumnisten einer Lokalzeitung.
Bangkok beherbergt eine der größten indischen Gemeinschaften außerhalb des Subkontinents. Was läge da also näher als ein schönes indisches Essen direkt im Herzen
Bangkoks zu sich zu nehmen.
Eins der Zentren des indischen Lebens in Bangkok ist Prahurat, ein Viertel im Süden der Stadt, nahe am Chao-Praya Fluss. Man fährt mit dem Taxi zum Old Siam Shopping Komplex und orientiert sich Richtung Süden. Schon steht man vor dem Sikh Tempel und findet in dessen Umgebung unzählige Restaurants. Im letzten Jahr war ich bereits zu Gast in “Mama’s Restaurant” gewesen. Damals hatte es mir sehr gut geschmeckt und ich hatte eine durchweg positive Meinung. Daran wollte ich anknüpfen und schleifte Sarah wieder in das kleine Restaurant in einer düsteren Hintergasse.
Zuallererst galt es aber, dieses zu finden. Bei meinem letzten Besuch schien dies kein Problem zu sein, diesmal jedoch gelang es nicht auf Anhieb.
Völlig nass geschwitzt erreichten wir schließlich den Eingang zu Mamas Restaurant und wurden vom freundlichen, aber auffallend hässlichen Kellner in einen kleinen Seitenraum an einen Tisch geführt.
Man ließ uns hier mit zwei Speisekarten allein und wir schwelgten durch das reichhaltige Angebot. Schließlich war unsere Wahl getroffen und wir orderten zwei Garlic Naan, die sich schon auf meiner Indienreise als solides Grundnahrungsmittel bewiesen hatten. Dazu für Sarah ein Butter Curry mit Hühnerfleisch und für mich ein Huhn aus dem Tandoor Ofen.
Wieder allein, hatten wir das erste Mal Zeit um unsere Umgebung genauer zu untersuchen. Insgesamt sah alles eher schmuddelig aus. Irgendwann bemerkten wir dann auch ein verdächtiges Rascheln. Aber hey: Es hätte ja alles sein können!
Als dann auch noch ein eindeutiges Quieken hinzukam konnte man in Sarahs Augen das pure Grauen erkennen. Zumindest wenn man sie ein bisschen kennt und sich nicht von der ruhigen, kühlen und krampfhaft beherrschten Fassade blenden ließ.
Eigentlich hatte sie gar keine Lust indisch Essen zu gehen und war bloß mir zu Liebe mitgekommen.
Ich versuchte beruhigend auf Sarah einzuwirken aber auch mein stählerner Appetit schwand langsam dahin. Während wir so angespannt den Ratten bei ihrem täglichen Treiben lauschten gesellte sich der auffallend hässliche, und wie sich nun aus der Nähe zeigte auch auffallend ungepflegte Kellner zu uns. Er stammte aus Myanmar und wollte eine Unterhaltung mit uns anstoßen, sagte jedoch nichts, stand einfach vor uns. Irgendwie entstand ein unangenehmes Schweigen und ich wollte es mit einer Frage durchbrechen. Also fragte ich mit dem Stadtplan vor mir nach dem Weg zum Wat Poh, wo wir uns am Nachmittag massieren lassen wollten. Eigentlich wusste ich wie man dort hin kommt. Rein ins Taxi, 10 Minuten fahren, raus aus dem Taxi: Da.
Der Kellner jedoch holte sich seine nicht besser englisch sprechende Kollegin hinzu und berichtete schließlich dass der Tempel zirka zwei Stunden Fahrt entfernt liegt und sich eigentlich nur als Tagesausflug eignen würde. Interessanterweise kam er zu diesem Schluss obwohl ich ihm den Stadtplan direkt vor die Nase hielt. Ich bedankte mich freundlich und hoffte, dass nun genug geredet wurde, besonders, weil mit jedem Atemzug ein fauliger Geruch aus seinem Mund in unsere Richtung waberte. Wer schon mal am nekrotischen Fuß eines Diabetikers gerochen hat, weiß ungefähr was ich meine.
Endlich verschwand er, kam aber zwei Minuten später mit unserem Essen zurück. Als er den Teller abstellte hinterließen seine Finger schwarze Spuren am Tellerrand.
Wir wollten nicht kneifen und so fingen wir an zu Essen, im Hintergrund begleitet von den Geräuschen der Rattengroßfamilie. Im Gegensatz zu Sarah konnte ich die Ratten auch nicht nur hören. Ich konnte ihre fetten Laiber an der Wand entlanghuschen sehen. Gesagt habe ich ihr davon aber erst mal nichts. Hätte sie sich umgedreht wäre unser schickes Lunch sicherlich geplatzt und ich hätte meiner schreienden Freundin auf die Straße folgen müssen…
Immer wieder kamen verschiedene Inder herein und unterbrachen unser Zwiegespräch mit den Ratten durch lautstarke Handytelefonate.
Ich tröstete mich derweil mit dem Gedanken, dass bei der Menge der Ratten, die uns beim Essen zuschaute, sicherlich nicht mehr viele in der Küche sein konnten.
Unsere Speisen schmeckten wider Erwarten sehr gut. In anderer Atmosphäre, mit anderen Zuschauern hätte es sicherlich ganz vorzüglich geschmeckt und ich hätte mir nach dem Essen noch die Finger geleckt. Hier jedoch aßen wir sehr hektisch nur die besten Stücke und ließen den Großteil stehen. Gerade als wir den Kellner zum Zahlen riefen gesellte sich noch eine große, fette, schwarze Schabe zu uns und drehte ihre Kreise auf dem Nachbartisch. Viel blasser konnte Sarah nicht werden, aber ein zwei Nuancen hellte sie schon noch auf. Faszinierend wie viele Abstufungen von schneeweiß es gibt….
Ich legte einige zerknitterte Scheine auf den Tisch, gab ein moderates Trinkgeld um unsere Zufriedenheit zu unterstreichen und wir eilten hinaus auf die Straße. Im Sonnenlicht hellte sich unsere Stimmung schnell wieder auf, doch wir fühlten uns schmutzig und ich wär am liebsten in den Hotelpool gesprungen. Dieser war jedoch außer Reichweite und so musste meine Handwaschlotion reichen. Schnell noch ein Taxi herbei gewunken und ab ging es in Richtung Wat-Poh. Die Massage hatten wir uns redlich verdient!
Weiterführende Links:
Kurzer Bericht über Mama’s Restaurant bei “Bangkok Market”
Die Gecko Bar liegt in der Soi Rambuttri, dem verlängerten Arm der Khaosan Road, in Bangkoks Altstadtviertel Banglampoo.
Man sitzt hier eigentlich ganz gemütlich. Das liegt weniger an den wackeligen Plastikstühlen noch an den umso wackligeren Plastiktischen. Beim tippen befürchte ich immer wieder meine Leo-Bier Flasche umzuwerfen.
Das schöne an der Gecko Bar ist, egal wo man sitzt, man schaut immer direkt auf die Gasse und sieht die Menschen die vorbeiziehen. Alle 2-3 Minuten auch ein Tuktuk und vielleicht alle fünf ein Taxi. Zwischendurch immer mal wieder ein Verkaufswagen der Tintenfischspieße, Ananas oder Wassermelonen feilbietet.
Ich sitze gern in der Geckobar. Das Personal ist unaufdringlich, vielleicht weil es kaum einen Fetzen englisch versteht. Nur das nötige. Beer, Coffee, Coke, small, big, ashtrey und pay. Damit kommt man hier als Gastronom schon mal ganz gut zurecht.
Entdeckt hab ich die Gecko Bar nicht selbst, es war vielmehr ein Tip von Blogger Kollege Stefan Blank. In seinem Buch “Bangkok mittendrin” verbringt sein Alter Ego Michael Maier ein ums andere mal seine Zeit damit den Menschen zuzuschauen, oder den Geschichten seiner Reisefreunde zuzuhören.
Im Buch heißt die Bar zwar “Gecko Corner” aber soviel Fantasie sollte schon vorausgesetzt werden können.
Man erreicht die Geckobar auf vielerlei Wegen. Am einfachsten jedoch geht es bis 18:00, bis dahin muß man lediglich die Khaosan Road bis zu ihrem Ende abschreiten und die Straße überqueren. Dann steht man vor dem Tempel Wat Chai Chanasongkhram. Man durchquert das Tempelgelende und steht vor einer Mauer. Die Metalltür entdeckt man erst im letzen Moment. Tritt man nun durch die Pforte steht man mitten im bunten treiben der Soi Rambuttri und auch direkt vor der Geckobar.
Im Gegensatz zur Khaosan Road wird die Soi Rambuttri irgendwie entspannter, etwas gelassener.
Vielleicht liegt das daran, dass sie nicht vollgestopft mit Shops und Bars ist, und sich nicht komplett auf betrunkene Alkoholiker aus Europa spezialisiert hat. Aber irgendwie ja doch schon, nur nich sooooo sehr wie die KSR.
Jedenfalls sitzt man so da, trinkt sein Bier, seinen Kaffee oder was auch immer und beobachtet die Vorbeiziehenden. Da ist von allem was dabei. Die Pauschaltouristen, die auf den Reiseführer gehört haben und auch mal die Abenteuer Luft in Banglampoo schnuppern wollten, Backpacker, wenn als Definition eines solchen einfach ein Rucksack auf dem Rücken reicht, Hängengebliebene mit Henna in den Dreadlocks und dunkler, gegerbter Haut und ganz viele, die sich für Abenteurer halten.
Faszinierend zu beobachten wie bemüht sie sind, verwegen auszusehen. Der perfekt getrimmte Dreitagebart, der auch nach drei Wochen noch ein Dreitagebart sein wird, die Leinenhose, lässig gebunden, ein Leinenhemd, verwegene Frisur. Alles dabei.
Das witzigste was mir aber an der gesamten Szenerie auffällt:
An den Tischen sitzen immer nur Weiße. Abgesehen von den paar Thaimädels die als Begleitung sagen wir “eingeladen” wurden, sitzen an allen Tischen nur Engländer, deutsche, Israelis, Schweden, US-Amerikaner, usw.
Aus Gründen des Abenteuers in gemischter Besetzung, so dass sich der Däne mit dem deutschen und der Brite mit dem Iren über das Abenteuer erleben unterhalten kann. Bangkok ist ja berühmt für seine internationalen Besucher.
Zu Hause kann dann berichtet werden was man alles im Urlaub erlebt hat…. z.B. einen Dänen kennengelernt.
Aber idealerweise schmückt man die Erzählungen mit Monsunregen, Zugfahren und anderen Abenteuer aus. Ein Bier in der Kneipe mit nem Typen aus der Nachbarschaft klingt nicht nach Abenteuer.
Um mich dieser ganzen Bewegung zu wiedersetzen, bin ich gerade mit Tobias ins Gespräch gekommen. Johannes hat eine deutsche Mutter, stammt aber aus Kalifornien und lebt jetzt seit fünf Monaten in Thailand. Er hat eine thailändische Frau und beklagt, welche Steine ihm die thailändische Bürokratie in den Weg werfe. Er unterrichtet an einer Schule im Stadtgebiet Bangkoks und lädt mich ein ihn doch dort mal zu besuchen.
Unser Zeitplan ist leider schon rappelvoll, sonst hätte mich die Sache schon interessiert. Es sieht nach Regen aus und Johannes muß auch wieder an seinen eigenen Tisch, denn da wartet Dwight aus Kanada mit dem er sich gerade unterhielt.
Weiterführende Links:
Buchtip: Stefan Blanks geniales Buch über das Travellerleben in Bangkok
Stefan Blanks Homepage und Blogg
Übersicht über Khaosan und Soi Rambuttri auf Travelfish.org
*Tropf* Oh, war das ein Regentropfen? Der zweite und dritte bringen Gewissheit. Es hätte auch schlicht ein Tropfen Kondenswasser aus einer der gefühlt 500 000 Klimaanlagen Bangkoks gewesen sein, oder ein kleines Häufchen Geckokot.
Aber nein, es ist Regen. 5, 6, 7 Tropfen. Nicht wirklich schlimm, ein kleiner Regenschauer, alle paar Sekunden ein Tröpfchen, nicht weiter tragisch. Auch die Wolken sehen eher friedfertig aus. Kein Grund zur Sorge!
Dem könnte man problemlos zustimmen, wäre man in Garmisch, Stockholm oder Knoxville Tennesee. Aber man ist in Bangkok und das nicht im staubtrockenen Februar oder dem sonnigen März, nein, es ist September. Man steckt mitten im Monsun. Diese paar Regentropfen sind nicht etwa ein kleines, kühlendes Zugeständnis an die erdrückende Schwüle bei 38°c, nein, sie sind die Scouts, die Späher einer Sintflutartigen Streitmacht die, wie bei der Belagerung Trojas, auf die Unachtsamkeit der Menschen zählt um schließlich unerbittlich zuzuschlagen.
Ich hatte Sarah bereits gewarnt: “Wenn du einen Regentropfen abbekommst, egal wie zierlich und einsam er die vorkommen mag, RENN!”
Wahrscheinlich wurde dieser gut gemeinte Rat als Verschwörungstheorie oder als der Wirre Gedankengang eines von Paranoia geplagten Irren abgetan. Denn als wir aus dem Cabbages & Condoms, einem angesagten Restaurant in Bangkoks In-Viertel Sukkhumvit schlendern und einige wenige, vereinzelte Regentropfen bemerken wirkt Sarah nicht weiter beunruhigt. Vielmehr scheint sie die willkommene Erfrischung förmlich zu begrüßen.
Als ich wie angewurzelt stehenbleibe, sie an der Hand nehme und zurück in einen Pavillon vor dem Restaurant flüchte wirkt sie Verunsichert.
Meine Mahnungen scheinen vergessen. Einige Sekunden später wird aus den Tropfen ein ansehnlicher Regenschauer, aber immer noch nichts, was man nicht auch in Düsseldorf, Luzern oder Odershausen erleben kann. Doch dann….
Innerhalb von zwei Minuten steht die Straße 10cm hoch unter Wasser. Die Tiere der Stadt, Hunde, Tauben, selbst Insekten versuchen sich soweit es geht in Sicherheit zu bringen. Unter allem, was mit viel Wohlwollen als Unterstand durchgehen könnte sitzt irgendwer. Mensch oder Tier, im Regen sind sie alle gleich und sie werden alle gleich nass.
Ein Unterstand von der Größe eines der in Deutschland so beliebtenCarports ist nichts weiter als ein frommer Wunsch. Ohne Seitenwände, und bei einer Dachfläche von 3×3 Metern wird man genauso naß, als hätte man sich die Niagarafälle hinunter gestürzt. Auch unser Unterstand, vielleicht 7×9 Meter groß und mit angedeuteten Seitenwänden, gerät an seine Grenzen. Stehen tun wir schon im Wasser, jetzt werden wir noch von der Seite beregnet.
Immer wieder kommen Taxis vorbeigefahren. Wie Streifenwagen schauen sie links und rechts, spähen in jede Gasse, jede Ritze. Sie wissen, überall könnte sich ein unvorbereiteter Tourist verstecken, der gerne bereit wäre, sich in einem Taxi in Sicherheit zu bringen. Auch gerne ohne Taxameter und zu einem Preis, der zumindest dem Fahrer als angemessen erscheint. Die Taxifahrer wissen das, deswegen lassen sie schweren Herzens auch ihre Landsleute im sprichwörtlichen Regen stehen, denn sie würden nur die normale Rate zahlen und die Thai wissen auch was vorgeht, haben nicht den Drang kurz vor dem Ende der Welt noch einmal kurz ins Hotel zu fahren.
Wir winken die Taxis munter weiter. Es ist auch offensichtlich, dass die 2-3 Meter zur Taxitür reichen würden um uns durchnässungstechnisch den Rest zu geben.
So bleiben wir in unserer Höle, eng umschlungen, denn es ist auch innerhalb weniger Minuten deutlich kühler geworden. Das, in Kombination mit der nassen Kleidung lässt einen selbst in Bangkok frieren.
Wer den Disney Tierfilm “Die Wüste lebt” von James Algar kennt, wird sich bestimmt daran erinnern, wie nach einem mißglückten Versuch endlich der Regen kommt. Und er kommt richtig. Ausgetrocknete Flußläufe werden zu reißenden Ströhmen, die alles mit sich reißen. Man sieht eine Einstellung, ein Stück holz treibt auf dem Wasser, darauf zwei kleine Äffchen die sich in todesangst eng umschlungen halten um sich gegenseitig zu trösten.
Wer dieses Bild vor Augen hat, der weiß, wie wir in unserem Unterschlupf kauern.
Doch genauso schnell wie es losging nimmt der Regen auch wieder ab. Schließlich soweit, dass wir uns in eine kleine Garküche auf der anderen Straßenseite flüchten können. Dort wärmen mir uns mit eiskalter Sprite und einem Leo-Bier. Leo gehört zu Singha, schmeckt mir aber besser. Das nur am Rande.
Schließlich gelingt es mir auch ein taxi heranzuwinken. Dem Fahrer ist klar, dass der Regen als Druckmittel bereits zu schwach ist. So zahlen wir wie immer und lassen uns nach Hualampong, Bangkoks Hauptbahnhof kutschieren, denn es galt Zugtickets zu besorgen um die im unteren Artikel beschriebene Zugfahrt zu bestreiten.
So sahen wir am Taxifenster die regennassen Straßen vorbeiziehen. Gut gelaunt dachte ich das Blumenmeer, dass im Tierfilm nach dem Regen kam. Wir würden es vom Zug aus bewundern.
Weiterführende Links:
Das Restaurant Cabbages and Condoms
Der Film “Die Wüste lebt” in Wikipedia
Thaiminator.de zum Thema Regen in Thailand
Bus oder Bahn, Bahn oder Bus, das ist die Frage die man sich stellen muß wenn man auf dem bodengebunden Wege Thailand durchqueren will.
Sicherlich es gibt In Südostasien einen bunten Strauß anderer Alternativen wie Tuktuks, Taxis, oder Minivans.
Aber Tuktuks sind zu langsam, Taxis zu teuer und die Fahrer der Minivans tragen regelmäßig Rennen untereinander aus und quetschen in die 7 Sitzer mitunter 10 Leute. Da erscheinen Bus und Bahn gleich viel sympatischer.
Da wir schon nach den ersten zwei Tagen genug von Bangkoks notorisch verstopften Straßen und dem ständigen Stop-and-go hatten, entschieden wir uns für die Bahn. Zug 171 sollte es sein.
Abfahrt 13:00 von Hualampong aus, Bangkoks Hauptbahnhof. Gute sechs Stunden später sollte er dann um 19:13 in Ban Krut sein, unserer Wunschziel.
Gute Deutsche wie wir sind natürlich schon eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof, man weiß ja nie…
So saßen wir also gut gelaunt auf unserem Bänkchen in Wagon 11 der 2. Klasse (unklimatisiert).
Es wurde warm. Als der Zug dann um 13:30 im Schrittempo losrollte war unsere gute Laune fast verflogen. Und dass wir eine Stunde später noch immer in Bangkoks Stadtgebiet rollten (ca. 3-4 Km/h) machte die Situation nicht besser. Bei gefühlten 40°c waren die sechs rostigen Ventilatoren, die müde an der Decke vor sich hin schnurrten kaum ein Trost.
Außerhalb Bangkoks wurde der Zug etwas schneller, es war ca. 15:00, und durch die offenen Fenster kam ein Fahrtwind herein, der diesen Namen auch verdient.
Wie in Thailand üblich, kommen alle zehn Sekunden Händler am Sitz vorbei um einem das zu verkaufen, was, wenn man ihnen Glauben schenkt, man schon immer haben wollte, oder unbedingt braucht: Bier, Erfrischungstücher, Kuchen, Kekse, gebratene Nudeln, getrockneten Fisch, leckere Thai-Gerichte oder eben einfach ein quitschbuntes Plastikschwein an der Leine. Überlebenswichtige Sachen eben.
So haben wir uns auch unterwegs mit allem Nötigen versorgt und warteten stoisch auf die Ankunft in Ban Krut.
Gegen 16:00 hatten wir bereits gut gegessen und getrunken und waren nun bereit anzukommen. In Hua Hin haben wir vom Zug aus den wunderschönen Bahnhof besichtigt, sehr, sehr schön. Dann gings weiter.
Aufgelockert wurde die Wartezeit lediglich durch sporadische Raucherpäuschen. Im Gegensatz zur deutschen Bahn sind in Thailand die Raucher gern gesehene Gäste, nur eben nicht im Abteil. Was man in den Gängen dazwischen macht ist ziemlich egal. So dauerte es nicht lange und wir saßen, oder standen an den Ausstiegstreppen und genossen die vorbeibrausenden Palmen und Farne bei eine Zug an der L&M Red aus dem Softpack.
Gegen 18:00 wurden wir langsam ungeduldig. Schließlich zückte ich mein iPhone und habe die Route per GPS nachverfolgt. Zu unserem Schrecken mußte ich feststellen, dass der Lokführer nicht in der Lage war die Verspätung aufzuholen. Wie das Dachgeschoss eines Altbauhauses, hatte er die Verspätung ausgebaut. Auf immerhin gut eine Stunde.
Größere Kartenansicht
Dieser letzte finale Schock, kombiniert mit dem kalten Fahrtwind (die Ventilatoren ächzten immer noch) wurde es und kühl ums Herz.
Sarahs genialer Einfall rettete die Stimmung und wir aßen einfach nochmal zu abend. Grob gehacktes Hühnerfleisch mit Thai Basilikum, Chili und Reis. Oben drüber noch ein Spiegelei. Tatsächlich sehr lecker.
Um 19:13 hätten wir ankommen sollen, waren aber erst in Prachuap Khirikan, der Provinzhauptstadt unseres Reiseziels.
Sarah machte ein kleines nickerchen und ich hielt mich asketisch wacker aufrecht, bei jedem Halt hektisch nach dem Ortsnamen auf dem Schild suchend.
Als schließlich um 20:30 Ban Krut zu lesen war gab es kein Halten mehr! Schnell die Rucksäcke gepackt und raus. Noch schnell den Banknachbarn tschüß gesagt, man hatte sich unterwegs viel zu erzählen, auch ohne entgegengebrachtes Sprachverständnis beiderseits. Man hatte sich mit Servietten ausgeholfen, gern das Handwaschgel verliehen und bewundern die Adresse einer entfernten Verwandten in Berlin gelesend (inklusive anerkennendem nicken). Hätte ja sein können, dass man sich kennt, soooo groß kann Deutschland ja nicht sein.
So viel der Abschied zwar knapp und kurz aus, doch war er sehr herzlich und die ältere Dame vom Sitz nebenan winkte uns noch lange aus dem fahrenden Zug hinterher. Endlich waren wir in Ban Krut.
Weiterführende Links:
Zugfahren in Thailand bei Seat61.com
Unsere Route bei Google-Maps



















